Nagelhaut richtig entfernen – ohne Verletzungen

So pflegst du deine Nagelhaut schonend und professionell

Die Nagelhaut spielt eine wichtige Rolle: Sie schützt den Nagel vor Keimen, Schmutz und Entzündungen. Deshalb sollte man sie niemals schneiden, sondern nur schonend zurückschieben und überschüssige Haut lösen.
Hier erfährst du, wie du das sicher, sanft und effektiv machst.

Disclaimer: Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine fachmedizinische Beratung. Wir können Ihnen keine Heilversprechen vermitteln. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen Ihren Arzt!


Warum du die Nagelhaut nicht schneiden solltest

Viele machen den Fehler, die Nagelhaut komplett abzuschneiden – doch das kann zu:

  • kleinen Verletzungen
  • Entzündungen
  • eingerissener, trockener Haut
  • unruhigem Nagelwachstum

führen.

Der richtige Weg ist: Pflegen statt schneiden.


1. Schritt: Nagelhaut vorbereiten

Die Nagelhaut lässt sich leichter und sicherer entfernen, wenn sie weich ist.

So bereitest du sie vor:

  • Hände in warmem Wasser 5–10 Minuten einweichen
  • Oder: Ein paar Tropfen Nagelhautentferner (Cuticle Remover) auftragen
  • 1–2 Minuten einwirken lassen

Tipp: Produkte mit Fruchtsäuren (AHA) lösen abgestorbene Haut besonders sanft.


2. Schritt: Nagelhaut vorsichtig zurückschieben

Jetzt kommt die wichtigste Phase – und sie muss sanft erfolgen.

Tools:

  • Rosenholzstäbchen
  • Nagelhautschieber aus Gummi oder Silikon

So geht’s:

  • Setze das Tool am Nagelbett an
  • Schiebe die Nagelhaut mit leichtem Druck nach hinten
  • Arbeite in kleinen Bewegungen, niemals ruckartig

Niemals Metallspatel mit scharfem Rand benutzen – diese ritzen schnell die Nagelplatte ein.


3. Schritt: Überschüssige Haut lösen (nicht schneiden!)

Die abgestorbene Haut löst sich jetzt fast von selbst.

Wie du sie entfernst:

  • Mit der Spitze des Rosenholzstäbchens leicht kreisend über die Nagelplatte fahren
  • Kleine Häutchen lösen sich dabei sanft
  • Nur das entfernen, was leicht abgeht

Wenn du viel Haut abschneidest, wächst sie nur schneller und dicker nach.


4. Schritt: Nagelhaut pflegen

Saubere Nagelhaut ohne Feuchtigkeitspflege kann schnell wieder einreißen.

So pflegst du sie richtig:

  • Einige Tropfen Nagelöl einmassieren
  • Bei sehr trockener Haut: dicke Schicht auftragen und über Nacht einwirken lassen
  • Danach Handcreme verwenden

Regelmäßiges Ölen ist der Schlüssel zu geschmeidiger Nagelhaut!


Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Zu stark drücken

Nur leichten Druck verwenden, sonst reizt du das Nagelbett.

Mit Scheren oder Knipsern schneiden

Nur lose Haut entfernen, niemals lebende Nagelhaut.

Metalltools mit scharfen Kanten benutzen

Lieber Holz oder Silikon – viel sicherer.

Keine Pflege nach der Reinigung

Trockene Nagelhaut reißt leichter und sieht ungepflegt aus.

Nagelhaut zu oft behandeln

Einmal pro Woche reicht völlig aus.


Profi-Tipps für besonders schöne Ergebnisse

  • Vor jeder Maniküre kurz die Nagelhaut zurückschieben
  • Cuticle Remover statt Gewalt verwenden
  • Bei empfindlicher Haut: Nagelhaut niemals trocken schieben
  • Fingerkuppen regelmäßig mit Öl pflegen – das verhindert Einreißen
  • Bei Entzündungen eine Pause machen und nicht weiter schieben

Fazit

Nagelhautpflege muss nicht kompliziert sein – aber sie muss sanft sein.
Mit Einweichen, einem milden Cuticle Remover, einem weichen Schieber und viel Pflege erreichst du ein sauberes, gepflegtes Nagelbett ganz ohne Verletzungen.
Regelmäßige Pflege macht deine Maniküre nicht nur schöner, sondern schützt deine Nägel auch langfristig.

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