Als Nailart Influencer Geld verdienen

Influencerin präsentiert Zubehör Als Nailart Influencer Geld verdienen

Der Weg vom Hobby-Nageldesign zur monetarisierten Brand ist heute spannender denn je. Als Nailart-Influencer verkaufst du nicht nur Ästhetik, sondern Handwerk, Inspiration und Vertrauen.

Hier ist ein Leitfaden, wie du dein Talent in ein Business verwandelst.


1. Die Einnahmequellen: So fließt das Geld

Es gibt nicht den „einen“ Weg, sondern meist einen Mix aus verschiedenen Kanälen:

  • Brand Deals & Sponsoring: Nagellackmarken, UV-Lampen-Hersteller oder Pflegeserien bezahlen dich für die Vorstellung ihrer Produkte.

  • Affiliate Marketing: Du verlinkst deine genutzten Pinsel, Gele und Farben. Kauft jemand über deinen Link, erhältst du eine Provision (z. B. via Amazon Associates oder markeneigene Programme).

  • Content Creation für Marken: Viele Firmen kaufen deine Bilder oder Videos (UGC – User Generated Content), um sie auf ihren eigenen Kanälen zu posten, ohne dass du sie selbst teilen musst.

  • Digitale Produkte & Education: Sobald du eine Community hast, kannst du Online-Kurse für spezielle Techniken (z. B. One-Stroke, 3D-Art oder perfekte Nagelhaut-Vorbereitung) verkaufen.

  • Eigene Produktlinie: Die Königsdisziplin. Eigene Press-on Nails, Öle oder Feilen-Sets.


2. Die Strategie: Positionierung ist alles

Der Markt ist groß, deshalb musst du auffallen. Überlege dir eine Nische:

  • Clean Girl Aesthetic: Minimalistische Designs, Fokus auf Naturnägel und Perfektion.

  • Extreme Art: Überlange Nägel, 3D-Skulpturen und ausgefallene Materialien.

  • DIY/Home-Kit Fokus: Tutorials für Menschen, die sich die Nägel im Wohnzimmer selbst machen.

  • ASMR: Fokus auf die Geräusche beim Feilen und Lackieren.


3. Worauf es bei Nails ankommt: Die Ästhetik

In der Beauty-Nische ist die Qualität deiner visuellen Inhalte dein wichtigstes Kapital.

Faktor Warum es wichtig ist
Beleuchtung Nutze Ringlichter oder Softboxen. Schatten auf der Nagelhaut wirken unsauber.
Makro-Aufnahmen Deine Follower wollen jedes Detail der Linienführung sehen.
Hintergrund Ein cleaner, wiedererkennbarer Hintergrund schafft Markenidentität.
Storytelling Zeig nicht nur das fertige Set, sondern den Prozess (Satisfying Videos).

4. Rechtliches & Business-Setup

Bevor die ersten Euro rollen, solltest du das Fundament klären:

  1. Gewerbeanmeldung: Sobald du eine Gewinnzielabsicht hast (auch bei Gratis-Produkten gegen Postings), benötigst du ein Gewerbe.

  2. Werbekennzeichnung: In Deutschland ist die Trennung von Content und Werbung strikt. Markiere Kooperationen immer klar als #Werbung oder #Anzeige.

  3. Versicherung: Wenn du Tipps zur Nagelgesundheit gibst, achte darauf, keine medizinischen Heilversprechen abzugeben.


Mein Tipp für den Start

Konzentriere dich zu Beginn auf Short-Form-Video (Reels & TikTok). Nail-Content ist extrem „loopy“ – Menschen schauen sich das Auftragen von Top-Coat oft mehrmals an, was deine Reichweite organisch explodieren lassen kann. Es gibt sogar spezialisierte Influencer Marketing Agenturen, wie dir beim Aufbau deiner digitalen Reichweite helfen können.

Plattformen für Nailart-Influencer

Wenn du als Nailart-Influencer durchstarten willst, ist die Wahl der richtigen Plattform entscheidend. Da Nageldesign ein extrem visuelles und ästhetisches Thema ist, funktionieren Plattformen mit Fokus auf Video und Bild am besten.

Hier ist eine Analyse der besten Plattformen für deinen Content:


1. Instagram: Das digitale Portfolio

Instagram ist nach wie vor die wichtigste Plattform für die Beauty-Branche. Hier baust du deine Marke auf und knüpfst Kontakte zu Firmen.

  • Reels: Der wichtigste Reichweitenbringer. „Satisfying“ Videos vom Lackieren oder Feilen gehen hier oft viral.

  • Stories: Ideal, um deine Persönlichkeit zu zeigen, Produkte im Alltag zu testen und Umfragen zu starten (z. B. „Welche Farbe als nächstes?“).

  • Grid (Feed): Dein Schaufenster. Hier sollten hochauflösende Makro-Aufnahmen deiner besten Arbeiten stehen.

  • Vorteil: Marken suchen hier am häufigsten nach Kooperationspartnern.

2. TikTok: Die Trend-Maschine

TikTok ist der Ort, an dem Trends entstehen. Wenn ein spezieller „Chrome-Look“ oder eine neue Technik viral geht, dann meistens hier.

  • Content-Stil: Weniger perfekt als Instagram, dafür authentischer. Voice-over-Tutorials („Storytime“, während du Nägel machst) funktionieren exzellent.

  • Algorithmus: Auch mit wenigen Followern kannst du Millionen Menschen erreichen, wenn dein Video den Nerv der Zeit trifft.

  • Vorteil: Extrem schnelles Wachstum und hohe Interaktionsraten.

3. Pinterest: Die Inspirations-Suchmaschine

Viele unterschätzen Pinterest, aber für Nailart ist es eine Goldgrube. Nutzer suchen hier gezielt nach Vorlagen für ihren nächsten Termin im Nagelstudio.

  • Langlebigkeit: Während ein Instagram-Post nach 48 Stunden „alt“ ist, kann ein Pin auf Pinterest über Jahre hinweg Klicks generieren.

  • Traffic: Du kannst Pins direkt mit deinem Blog, YouTube-Kanal oder Affiliate-Links verknüpfen.

  • Vorteil: Perfekt, um passiven Traffic auf deine anderen Kanäle zu lenken.

4. YouTube: Die Experten-Plattform

Wenn du tief in die Materie eintauchen willst, ist YouTube der richtige Ort.

  • Long-form Tutorials: Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen (z. B. „Wie man eine Gel-Verlängerung zu Hause macht“).

  • YouTube Shorts: Die Antwort auf TikTok/Reels, um neue Abonnenten zu gewinnen.

  • Vorteil: Höhere Werbeeinnahmen (AdSense) und der Status als „Experte“ oder „Lehrer“.


Vergleich der Plattformen

Plattform Fokus Zielgruppe Aufwand
Instagram Ästhetik & Community 20–45 Jahre Hoch (Perfektion)
TikTok Entertainment & Trends 13–30 Jahre Mittel (Kreativität)
Pinterest Inspiration & Suche Alle Altersgruppen Gering (Grafiken/Fotos)
YouTube Education & Deep Dive Hobbyisten & Profis Sehr Hoch (Schnitt)

Mein Tipp für deine Strategie

Nutze Cross-Posting! Dreh ein hochwertiges Video im Hochformat (9:16). Poste es als TikTok, lade es als Instagram Reel hoch und verwende es als YouTube Short. So maximierst du deine Reichweite mit minimalem Mehraufwand.

Als Nailart-Influencer Reichweite aufbauen

Reichweite ist die Währung der Influencer. Doch gerade im Bereich Nailart reicht es nicht mehr, nur schöne Nägel in die Kamera zu halten. Die Konkurrenz ist groß, und der Algorithmus verlangt nach Strategie.

Hier sind die effektivsten Hebel, um deine Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern:


1. Den „Algorithm-Bait“ nutzen

Algorithmen lieben Interaktion und Verweildauer. Im Nail-Bereich gibt es spezifische Formate, die psychologisch so wirken, dass Menschen dranbleiben:

  • Der „Satisfying“ Effekt: Das langsame Abziehen von Latex-Schutz, das perfekte Auftragen eines glänzenden Top-Coats oder das Einmischen von Pigmenten. Diese Videos werden oft mehrfach geschaut.

  • Vorher-Nachher-Transformationen: Nichts fesselt mehr als ein „glow up“. Zeige die ungepflegte Nagelhaut oder abgebrochene Nägel und dann das perfekte Endergebnis.

  • Fehler-Videos: „Mach das nicht!“ – Zeige häufige Fehler beim Lackieren und wie man sie korrigiert. Das etabliert dich sofort als Expertin.

2. Die Macht der Micro-Trends (Hashtags & Audio)

In der Nail-Welt entstehen Trends oft über Nacht (z. B. „Glazed Donut Nails“ oder „Velvet Nails“).

  • Schnelligkeit zählt: Sei eine der Ersten, die einen neuen Trend aus den USA oder Korea nach Deutschland bringt.

  • Trending Audio: Nutze auf TikTok und Reels Sounds, die gerade „on the rise“ sind, aber drehe die Lautstärke des Sounds leise, damit man deine Arbeitsgeräusche (ASMR) noch hört.

  • Nischen-Hashtags: Nutze statt nur #nails lieber spezifische Tags wie #biabnails, #nailarttutorial oder #gelnailsdesign, um die richtige Zielgruppe zu erreichen.

3. Community-Building: Vom Zuschauer zum Fan

Reichweite ohne Bindung ist wertlos. Marken achten heute mehr auf die Engagement-Rate als auf die reine Followerzahl.

  • Antworte auf Kommentare: Besonders in der ersten Stunde nach dem Posten. Das signalisiert der Plattform, dass dein Beitrag relevant ist.

  • Interaktive Stories: Nutze Umfragen („Matt oder Glänzend?“), Schieberegler oder das „Frage-Tool“. Lass deine Follower über dein nächstes Design entscheiden.

  • Die „Secret Sauce“: Verrate Tipps, die andere geheim halten. Welcher Pinsel ist wirklich der beste? Welches Gel hält ewig? Großzügigkeit bei Wissen schafft loyale Follower.


4. Technische Qualität: Das Auge isst mit

Nailart ist Millimeterarbeit. Wenn das Video unscharf ist, scrollen die Leute weiter.

Tool Effekt auf die Reichweite
Makro-Linse Ermöglicht krasse Close-ups, die professionell wirken.
Gutes Licht Tageslicht oder eine helle LED-Lampe (Kaltweiß) zeigen die Farben unverfälscht.
Schnitt-Tempo Schnelle Schnitte in den ersten 3 Sekunden (Hook), um die Aufmerksamkeit zu fangen.

5. Kooperationen mit anderen Creatoren

Warte nicht darauf, dass Marken dich finden. Vernetze dich mit anderen Nail-Influencern in deiner Größenordnung.

  • Collab-Posts: Erstellt gemeinsam ein Design-Thema (z.B. „Sternzeichen-Nägel“) und postet es als gemeinsamen Beitrag. So werden die Follower des jeweils anderen auf dich aufmerksam.

Mein Tipp für den nächsten Schritt

Erstelle eine Content-Serie. Statt wahllos Designs zu posten, starte eine Serie wie „7 Tage, 7 Frühlingsfarben“ oder „Nailart für Anfänger: Von Tag 1 bis 10“. Serien geben den Zuschauern einen Grund, dir zu folgen, damit sie den nächsten Teil nicht verpassen.

Als Nailart-Influencer Kooperationen finden

Sobald du eine engagierte Community aufgebaut hast, ist der nächste logische Schritt die Zusammenarbeit mit Marken. Doch Kooperationen fallen selten einfach so vom Himmel – man muss sie strategisch angehen.

Hier erfährst du, wie du für Brands sichtbar wirst und professionelle Partnerschaften an Land ziehst.


1. Die Vorbereitung: Dein „Media Kit“

Bevor du Marken kontaktierst, brauchst du eine digitale Visitenkarte. Ein Media Kit ist ein kurzes PDF (1–2 Seiten), das Folgendes enthält:

  • Kurz-Bio: Wer bist du und was ist dein Fokus (z. B. Naturnagelpflege oder aufwendige Gel-Art)?

  • Statistiken: Follower-Zahl, aber viel wichtiger: Engagement-Rate, monatliche Reichweite und die Demografie deiner Zielgruppe (Alter, Standort).

  • Referenzen: Bilder deiner besten Arbeiten und bisherige Kooperationen (falls vorhanden).

  • Kontakt: E-Mail-Adresse und Links zu deinen Profilen.

2. Inbound-Strategie: Lass dich finden

Marken nutzen Tools, um nach Influencern zu suchen. Du kannst es ihnen leichter machen:

  • Keywords in der Bio: Nutze Begriffe wie „Nail Artist“, „Nail-Inspo“ oder „Content Creator“ in deinem Profilnamen und der Beschreibung.

  • Marken taggen: Wenn du Produkte kaufst und nutzt, tagge die Marke im Bild und in der Caption. Achte darauf, dass die Ästhetik des Bildes zum Branding der Firma passt.

  • Interaktion: Kommentiere unter den Posts deiner Wunsch-Marken. Werde Teil deren Community, bevor du nach einer Zusammenarbeit fragst.

3. Outbound-Strategie: Die aktive Akquise

Warte nicht nur ab. Wenn du überzeugt bist, dass ein Produkt zu deinen Followern passt, schreibe die Marke direkt an (per E-Mail oder professioneller DM).

Die perfekte Pitch-E-Mail:

  • Individualität: Erkläre genau, warum du diese Marke liebst (nicht: „Ich will Gratis-Proben“).

  • Mehrwert bieten: Schlage eine konkrete Idee vor (z. B. „Ein Reel zum Thema: So hält der Top-Coat 3 Wochen“).

  • Professionalität: Fasse dich kurz und hänge dein Media Kit an.

4. Arten der Kooperation

Es gibt verschiedene Level der Zusammenarbeit – wisse, was du wert bist:

Typ Beschreibung Bezahlung
Produkttest (Barter) Du erhältst Produkte kostenlos im Austausch für eine Erwähnung. Nur Warenwert (gut für den Start).
Affiliate-Deal Du bekommst einen Rabattcode für deine Fans und eine Provision pro Verkauf. Leistungsorientiert.
Bezahlte Kampagne Festbetrag für eine vereinbarte Anzahl an Posts/Reels. Fixes Honorar (je nach Reichweite).
Whitelisting / UGC Die Marke nutzt dein Video für ihre eigenen Werbeanzeigen. Zusätzliche Lizenzgebühr.

5. Warnsignale: Wann du „Nein“ sagen solltest

Nicht jede Anfrage ist eine gute Chance. Sei vorsichtig, wenn:

  • Die Marke absolut nicht zu deinem Stil passt (Authentizitätsverlust!).

  • Du die Versandkosten für „Gratis-Geschenke“ selbst tragen sollst (oft eine Masche).

  • Die Verträge extrem einschränkend sind (z. B. lebenslange Exklusivität für wenig Geld).

Mein Tipp für den ersten Deal

Fang klein an. Lokale Nagelstudios oder junge Start-ups für Handpflege freuen sich oft über Content und sind perfekte erste Referenzen. Es ist besser, eine kleine Marke leidenschaftlich zu bewerben, als eine große Marke lieblos abzuarbeiten. Soll ich dir eine Vorlage für eine professionelle Anschreibe-E-Mail an eine Nagellack-Marke formulieren?

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